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Die Kykladeninsel Kea (Tzia)

 

Geschichte Keas

Mythologie

Es war einmal eine Zeit, da lebten Nymphen in den Wäldern Keas, nahe den Quellen. Damals herrschte ein feuchtes Klima auf Ydroussa, mit üppiger Bewachsung und viel Wasser, so wie es die Nymphen liebten.
Eines Tages erschien ein Löwe und verjagte die Nymphen. Die Nymphen verliessen Ydroussa. Daraufhin schickte der hellste Stern am Himmelsbild, Sirios, seine Feuerstrahlen auf die Erde und verbrannte die Erde von Ydroussa und der anderen Kykladeninseln.

Die Insel litt unter der Dürre und die Einwohner baten den Halbgott Aristeos von Thessalien, Sohn des Apollon und der Nymphe Kyrine, um Hilfe.

Aristeos, Herrscher der Arkaden, kam nach Ydroussa und brachte dem Gott des Regens, Ikmeos Zeus, Opfer. Die Götter beruhigten sich und die Dürre ließ nach. Seitdem blasen jedes Jahr, wenn der Megalos Kynos am Sternenbild steht, 40 Tage lang starke Winde (Meltemia).

Aristeos ließ sich in Ydroussa nieder. Er brachte den Einwohner die Landwirtschaft, die Viehzucht und die Bienenzucht bei und weihte sie in die Grundlagen der religiösen Riten ein.

Der Held Keos, Sohn des Apollon und der Nymphe Rodoessi, kam nach Ydroussa.

Keos war der Führer der Lokron von Nafpaktos, die die Insel besetzten. Daher bekam Kea ihren heutigen Namen..

Prähistorische Zeiten

Die ersten Siedler der Neuen Steinzeit ließen sich auf felsigen Anhöhen in Küstennähe nieder, damit sie sowohl das Meer als auch das Land überschauen konnten. Funde aus der ersten Siedlung auf der Landzunge Kefalas zeugen von den kulturellen Einflüssen zwischen Kea und dem kontinentalen Griechenland und bringen die Kykladische Kultur ans Tageslicht. Diese Ansiedlung wurde während des Neolithikums (3.300 v.Chr.) an der Nordwestküste der Insel gegründet. An den Ausläufern des Hügels liegt der Friedhof. Diese Stelle wurde ungefähr ein Jahrhundert besiedelt.

Die Einwohner von Kefala, Fischer und Bauern, begannen sich mit der Verarbeitung von Metallen zu beschäftigen. Die Bronzezeit begann.

Die Einwohner von Kefala, Fischer und Bauern, begannen sich mit der Verarbeitung von Metallen zu beschäftigen. Die Bronzezeit begann.
Unsere Kenntnisse über Kea beziehen sich hauptsächlich auf die Funde der Ausgrabungen auf der Halbinsel Aghia Irini, nahe bei Kefalas.
Von der Bronzezeit bis Ende der Mykinäischen Epoche, setzte die Siedlung von Aghia Irini der Geschichte und der frühen Kultur der Ägäis ihren Stempel auf.

Während des 16 Jahrhunderts,als die Siedlung ein Knotenpunkt zwischen der minoischen und der gerade entstandenen mykinäischen Kultur wird, wird Aghia Irini zum Kretanisch-mykinäischem Zentrum. Ihre Lokalisation in Kombination mit dem sicheren Hafen trägt zum wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung bei. Nicht nur das Bewässerungssystem und andere großartige Werke zeugen davon, aber auch ausgelesene Schmückungen der Kunstwerke.

Die Stadt wurde durch ein starkes Erdbeben um 1450 v.Chr. zerstört.

Archäische und Historische Zeiten

Während der archäischen Epoche (7. bis 6. Jahrhundert) erlebte Kea als Kolonie der Ioner eine blühende Zeit. Vier unabhängige, wirtschaftlich und kulturell starke Städte werden gegründet: Ioulis , Karthea , Piiessa und Korissos . Ausser Piiessa prägte jede Stadt ihre eigenen Münzen.
Alle Städte waren von Schutzmauern umgeben, während Türme an ausgewählten Stellen zur Beobachtung der Umgebung gebaut wurden. Ein dichtes Straßennetz verbindet die Stadtstaaten miteinander.

Jede Stadt hatte ihre eigene Politik und Verwaltungsstrategie, während man in Bezug auf die Außenpolitik miteinander arbeitete. Versammlungen wurden von der Verwaltung berufen und der Bürger hatte ein großes Mitspracherecht.

Der historische und künstlerische Beitrag Keas

Kea war bekannt für ihr politisches Verwaltungssystem. Auch der große Philosoph Aristoteles beschäftigte sich damit. Sein Manuskript «Keon Politia» , das sich auf die beispielhafte Organisation Keas bezieht, konnte nur bis auf einen kurzen Auszug gerettet werden.

Der Gesetzgeber Aristides, einer der sieben weisen Männer der Antike, s tammte von Kea und wurde in ganz Griechenland berühmt durch die Einführung seiner strengen und originellen Gesetze. Eines dieser
Gesetze war das „Kion to nomimon“. Gemäß diesem Erlass durften sich die Bürger nach ihrem 70. Lebensjahr selbst vergiften, nachdem ihre geistigen und körperlichen Kräfte für den Staat nicht mehr von Nutzen waren. Die Person musste den Staatsführern die Gründe seiner Entscheidung mitteilen und je nach Ermessen dessen wurde ihm die Erlaubnis gegeben, sich das Leben zu nehmen. Wie bei einem familiären Fest versammelten sich die Mitbürger um ihn und pflichtbewußt nahm er den Schluck Konio, ein Saft aus der Pflanze Mandragoras.

Während des Christentums um das 3.Jahrhundert v.Chr. wurde diese Sitte beigelegt.

Die antiken Keaner waren große Sportler. 69 Siege bei den Spielen von Istmia, Nemea und Olympia werden von Keanischen Dichtern erwähnt.

Simonidis von Kea war einer der ersten Intellektuellen der antiken Gesellschaft ( 556 v.Chr. -468 v.Chr.).

Von seinen Gedichten sind nur Fragmente erhalten. Simonides war der erste Dichter, der über Bestellung und Bezahlung schrieb.
Vakhilidis, ein Neffe Simonides, war einer der bekanntesten lyrischen Dichter des antiken Griechenlands.

Das geistige Leben der Insel Kea brachte außer den Dichtern noch viele andere Persönlichkeiten zu großem Ansehen, so z.B. die Sophisten Thiramenis und Xenomidis, den berühmten Arzt Eristratos, den Philosophen Pythaklidis, der Perikles als Lehrer diente, Prodikos, Lehrer von Thukydides, Evripides und Isokrates, Ariston u.v.a.

Byzantinische Zeiten - Frankentum

Mit Gründung des byzantinischen Reiches zählte Kea zu den Provinzen Griechenlands und unterlag der Herrschaft des Östlichen Römischen Reiches. In dieser Zeit nimmt die Autonomie und die sozio-politische Zusammenarbeit der vier Städte ein Ende. Ioulis wird zum einzigen politischem Zentrum der Insel. Einer der Enetischen Führer errichtete die Burg (Kastro) an der Stelle der Akropolis des antiken Ioulis. Während der Dynastie der Justianer und der Eneten (1207-1566)wurde Kea sukzessiv von verschiedenen Dynasten besetzt: Valeten, Michelen, Bartholomäern, Gozadinern u.v.a.

Zu dieser Zeit wurde Kea zum Zufluchtsort vieler Piraten und erlitt über dreieinhalb Jahrhunderte Überfälle und Plünderungen. Die Zahl der Einwohner verminderte sich von 1470 auf 200.

Ortsbezeichnungen, beschriftete Quellen und Tempel (Aghia Anna und Episkopi nahe Ioulida, Aghii Apostoli in Kato Meria, Aghios Panteleimonas in Ellinika) zeugen vom byzantinischen Einfluß auf die Insel.

Als die Enetische Dynastie zu Ende ging wurde Kea in das Königliche Reich von Naxos und der Dodekanes integriert, bis sich auch dieses dem Ottomanischen Reich ergeben musste.

Die Keaner fühlten sich durch jahrhundertelange Unterdrückung ausgelaugt, aber sie hielten die Menschlichkeit und das nationale Gewissen aufrecht.

Türkische Besetzung

Nach der Venezianischen Besetzung folgte die Ottomanische. Hauptinteresse der Türken waren die Einnahmen durch Steuern. Die keanische Gemeinde wurde verwaltet von gewählten Potentaten und Delegierten. Sie waren verantwortlich für die Verwaltung der öffentlichen Themen und die Einnahmen der Steuern zugunsten des „Hohen Bogen“. Die Mehrheit der Bevölkerung lebte verstreut auf dem Land.

Um 1870 stellt Lampros Katsonis seine eigene Flotte zusammen und errichtet seine Festung auf der Insel.

Mit seinen tollkühnen Taten belebte und förderte er die Hoffnungen auf Freiheit 30 Jahre vor der Revolution 1821.

Auf Kea wurden einige zu Mitgliedern der “Filiki Eteria“, so z.B. Andreas Sofianos, Gerasimos Pagalos u.v.a.
mit ihrer Unabhängigkeit erlebte Kea einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Verteilung und Ausfuhr ihrer Hauptprodukte, Eicheln und Gerste.

 

Informationsquelle: www.kea.gr

 

 

  

 


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