|
|
|
|
  

Informationen über Athen


Patras - Kulturhauptstadt 2006

Griechenland allgemein

Rund ums Motorrad

Die Insel Euböa

Die Kykladeninsel Mykonos

Die Kykladeninsel Kea (Tzia)

 

Aktuelles aus Athen, Griechenland

 

Demo 6. Mai 2010

Ein gutes Beispiel für das aggresive Vorgehen der Bereitschaftspolizei. Es wird gezielt angegriffen und wahllos zugeschlagen.

Großdemo am 5. Mai 2010

Das es am 5. Mai zu einer großen Demo kam bei der 3 Menschen ihr Leben verloren haben, ist wohl mittlerweile jedem bekannt, also brauch ich keine dpa-Meldungen verlinken. Die Großdemo kam, nachdem sich die Nachricht verbreitete, zu einem traurigen Ende und Alle sind zutiefst betroffen - ALLE!!

Mit den folgenden Zeilen möchte ich diese Tat weis Gott nicht in Schutz nehmen, aber es fehlen in den Pressemeldungen ein paar Details die dem Aussenstehenden ein falsches Bild bieten. Die Filiale befindet sich im Herzen der Stadt, genau da wo die Demo angekündigt war. Der Bank wurde empfohlen aus Sicherheitsgründen zu schließen, was in dieser Strasse üblich ist. Die Bank hat sich offensichtlich wenig für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter interessiert und ihnen sogar mit Entlassung gedroht, sollten sie nicht zur Arbeit erscheinen. Lediglich die Schalterhalle wurde geschlossen, die oberen Stockwerke waren besetzt. Wie in Griechenland üblich, wurden auch diverse Sicherheitsvorschriften wie Feuerschutz, Notausgang, Feuerlöscher etc. missachtet. Dinge, die nur in einem Land voller Korruption und Bestechung möglich sind. Den Preis dafür zahlen nun 3 zerstörte Familien. (Quelle: http://www.sofokleous10.gr/portal2/toprotothema/toprotothema/-l------marfinr-2010050622936/ )

Ähnlich verwirrend sind viele Meldungen in den Medien. Immer wieder lese ich, dass die Griechen nach 15 Jahren in Rente gehen können und dabei noch mehr Rente bekommen wie bisheriges Gehalt. Ein Schwachsinn der seinesgleichen sucht!! Schön wäre es. Die Realität sind anders aus. Ein fünftel der Griechen lebt unter der Armutsgrenze und die Meisten Arbeiter verdienen zwischen 700 und 1200 Euro netto. Das Leben ist aber in Athen nicht billiger als in Deutschland, teilweise sogar teurer. Mieten sind durchaus vergleichbar, Produkte in Supermärkten und Fachgeschäften teurer (selbst IKEA ist 10-15% teurer als in D), die Preise in den Cafés und Bars liegen bei 5-7 Euro für ein kleines Bier (0,33l), Kaffee bei 3-5 Euro ...

Die Wut der Menschen ist daher durchaus nachvollziehbar, denn sie haben längst ihre finanziellen Grenzen erreicht. Preiserhöhungen von 20% (Benzin, Alkohol, Tabak) und 4% MwSt. treffen den kleinen Mann am härtesten. Trotzdem soll er (der kleine Mann) die Zeche zahlen.

Dabei hätte der Staat die Möglichkeit endlich mal mit den dubiösen Machenschaften aufzuräumen und der Verschwendung in manchen Bereichen ein Ende zu setzen.

Da "arbeiten" 40 Gärtner in einem Krankenhaus wo es keinen einzigen Blumentopf gibt, die Reichen bauen illegal wo und wie sie wollen, die Polizei übt sich in Willkür statt der Kriminalität den Kampf anzusagen, die Leute rasen nach wie vor ohne Gurt und ohne Helm durch die Stassen, Beamte sammeln regelmäßig ihre Bestechungsgelder ein wie z.B. Fahrprüfer die von jedem Prüfling 200 Euro kassieren damit dieser seinen Führerschein erhält, und so weiter und so fort.

Statt dessen wird nun bei der Bildung und den Krankenhäusern der Rotstift angesetzt obwohl es dort eh schon schlimm aussieht. Ich muss wirklich mal ein paar Bilder machen, das glaubt sonst kein Mensch.

Übrigens, bei Polizei und Militär greifen die Gehaltskürzungen meines Wissens nicht.

 

29.03.2010 - Erneut Bombenexplosion(en) in Athen

In den letzten Tagen werden in den Medien immer wieder Bombenexplosionen aus Athen gemeldet und man bekommt den Eindruck, dass Athen zu einem äußerst gefährlichen "Pflaster" geworden ist. Ich will nicht abstreiten, dass wirklich Bomben explodieren, oder das davon eine gewisse Gefahr ausgeht, aber das Ganze sollte meines Erachtens etwas analytischer gesehen werden.

Zunächst handelt es sich um kleine Bomben die lediglich Sachschaden an gezielten Einrichtungen anrichten und üblicherweise geht zuvor eine Warnung bei der Polizei ein um die Gegend vorher abzuriegeln und damit ungewollte Opfer zu vermeiden.

Heute (29.3.2010) berichten z.B. viele internationale Medien von einem jugendlichen Afghanischen Opfer eines Bombenanschlages, es wird aber nirgends erwähnt, dass die Schwester des Jungen eine Reisetasche gefunden hatte und der Junge den Inhalt inspizierte. Er fand darin eine Uhr die seiner Meinung nach defekt war und er warf die Tasche daraufhin weg. Dabei ist die Bombe explodiert. Ich will die Aktion nicht verharmlosen und finde die kriminelle Energie abscheulich, die Berichterstattung der internationalen Medien wirft aber ein völlig anderes Licht mit ausländerfeindlichem Beigeschmack der mit der Realität wenig zu tun hat. Wer griechisch spricht, sollte sich die regionalen Nachrichten dazu durchlesen: http://news.ert.gr/el/ellada/koinonia/34850-apotropiasmos-gia-ti-foniki-ekriksi-sta-patisia

 

Willkür Griechischer Staatsgewalt

Ich habe selbst schon mit eigenen Augen gesehen wie Polizei bei Demonstrationen absolut willkürlich Menschen verhaftet haben. Das tragische daran ist jedoch, dass diese Menschen nicht nur ein paar Stunden auf einer Wache verbringen bis ihre Unschuld festgestellt wird, sondern Wochen wenn nicht sogar Monate in U-Haft verbringen. In einem aktuellen Fall werden Zeugenaussagen, Fotos, und Medien ignoriert und der betroffene (Marios Zervas) statt dessen auf Basis der Aussage des Polizisten "vorübergehend" in U-Haft festgehalten. Der 28 jährige, ein Schwimmlehrer, war auf einer Demonstration mit seinen Freunden und hatte in seinem Rucksack seinen Bademantel, Schwimmbrille, Schampoo etc. um anschließend zum Schwimmunterricht zu gehen. Er trug ein T-Shirt und hat eine Rasta-Frisur. Der Polizist behauptet jedoch, er habe zu dem Zeitpunkt eine Kapuze getragen und einen Molotov-Cocktail auf den Polizisten geworfen. Die Situation sei sehr gefährlich für den Polizisten gewesen und Marios habe sei Teil einer gewalttätigen Gruppe gewesen. Die Bilder zeigen meines Erachtens eine ganz andere Situation:

 

Marios Zervas

Marios Zervas

Marios Zervas

 

Link zu einem Interview (Griechisch) mit dem Inhaftierten Marios: http://www.stokokkino.gr/fakeloi/apo-to-kinima/Zervas26-3.mp3/view

Link zu einer Website die für die Freilassung von Marios kämpft: https://freemariosz.wordpress.com/

Auch diverse Fernsehsendungen haben über den Fall bereits berichtet, bisher aber ohne Erfolg. Hier z.B. Zougla.gr http://www.zougla.gr/page.ashx?pid=2&aid=118243&cid=7

Zur Wirtschaftskrise

Anstatt die Wirtschaftskrise zu kommentieren und zu analysieren, empfehle ich lieber, die Vielzahl der Berichte im Internet zu lesen. Was tatsächlich Sache ist, kann eh kein Mensch abschätzen. Eine interessante Diskussion dazu im Forum Go2Hellas http://www.gotohellas.gr/talk/viewtopic.tbi?id=14041

 

16.01.2010 - Erneut Bombenanschlag in Athen

Athen (dpa) - Eine Explosion hat am Freitagabend die Athener Vorstadt Kallithea erschüttert. Nach Rundfunkberichten detonierte der in einem Mülleimer versteckte Sprengsatz vor dem Gebäude des Presseamtes. Berichte über Verletzte gab es nicht.

Die Polizei hatte den Tatort nach einem anonymen Hinweis rechtzeitig abgesperrt. Die Anrufer hatten bei zwei Fernsehsendern vor dem Anschlag gewarnt, dabei aber nicht gesagt, wer hinter der Tat steckt. Die Behörden vermuten als Täter linke Gruppen, die in den vergangenen Monaten wiederholt Polizisten angegriffen und Bomben gezündet hatten. Erst am vergangenen Samstag war vor dem Parlamentsgebäude in Athen eine Bombe explodiert. Auch dabei war niemand verletzt worden.

Seit dem Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel im Dezember 2008 kommt Athen nicht zur Ruhe. Wochenlang gab es gewaltsame Straßenproteste, bei denen Dutzende Geschäfte von Vermummten zerstört wurden. Im Juni wurde ein Polizist ermordet. Ein zweiter war im Januar von schwer bewaffneten Extremisten angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Außerdem gab es mehrere Bombenanschläge auf Polizeistationen, einen Polizeibus und Banken sowie staatliche Einrichtungen. Am 27. Dezember hatte eine Bombe schwere Schäden an dem Gebäude einer Versicherung angerichtet.

Zu den Taten bekannten sich die linken Gruppen «Volksaktion», «Revolutionärer Kampf», «Sekte der Revolutionäre» und «Konspiration der Zellen des Feuers». In ihren Bekennerschreiben bezeichneten sie sich als «Stadtguerilla».

15.1.2010 - Griechenland überreicht sein Stabilitäts- und Entwicklungsprogramm in Brüssel

Griechenland wird heute der EU-Kommission in Brüssel sein dreijährige Stabilitäts- und Entwicklungsprogramm überreichen. Finanzminister Jorgos Papakonstantinou zeigt sich optimistisch, dass sich dadurch das Defizit bis zum Jahr 2012 auf 2,8 % des Bruttoinlandsprodukts verringern wird und im Jahre 2013 sogar nur noch 2 % betragen soll. 2009 erreichte das Defizit mit 12,7 % eine absolute Rekordhöhe. Das Stabilitätsprogramm soll in den kommenden Tagen von Brüssel und internationalen Organisationen überprüft werden. Eigener Kommentar: Es glaubt doch wohl hoffentlich keiner, dass dieses Ziel tatsächlich erreicht wird, oder? Eine Reduzierung des Defizits von 10% in drei Jahren? Schön wär's ...

10.12.2008 - Lage in Athen und anderen Städten entspannt sich.

Die linksgerichteten Parteien und Gewerkschaften hatten ihre Demonstration auf eine Kundgebung reduziert und schnellstmöglich nach Programmende aufgegeben um weitere Provokation zu vermeiden. Abgesehen von wenigen Randalen blieb es auf den Strassen Athens und landesweit ruhig.

Die ballistische Untersuchung der Kugel die den 15 jährigen Alexandros Grigoropoulos tötete würde angeblich für den Polizisten sprechen, dies wird aber weiterhin nicht offiziell bestätigt.

Die Geschäfte reparieren die Schäden in Windeseile und in ein paar Tagen ist sicherlich kaum etwas von den Randalen zu sehen. Leider befürchte ich, dass hiermit auch aller Druck auf die Politik des Landes - wie der Rauch der brennenden Geschäfte und Autos - verschwindet, zumindest bis wieder etwas "schief" geht.

Hier finden Sie ein paar Eindrücke zu Randalen in Athen

08.12.2008 - Nach dem Tod eines Schülers ist Griechenland außer Kontrolle

Zunächst einen dpa Artikel der die Situation recht gut beschreibt und anschließend ein paar Kommentare von mir sowie weitere Einzelheiten aus dem Griechischen Fernsehen.


Athen/Berlin (dpa) - 48 Stunden nach dem Tod eines 15-jährigen Schülers in Athen ist die Gewalt in Griechenland außer Kontrolle. Die Polizei scheint nicht mehr Herr der Lage.

Rund 4000 Autonome haben praktisch das Athener Stadtzentrum eingenommen, berichteten übereinstimmend griechische Medien.

Rund 600 Autonome verwüsteten den Eingang und die Lobby zweier Hotels und plünderten mehr als ein Dutzend Geschäfte. Zudem zündeten sie den etwa 20 Meter hohen Weihnachtsbaum der Stadt Athen an, der lichterloh brannte.

Die Polizei ging mit einem massiven Tränengaseinsatz gegen die Randalierer vor. Zwei U-Bahn-Stationen wurden vorsorglich geschlossen. Damit sollte verhindert werden, dass die Autonomen den Betrieb stören. In den Stationen waberten Tränengaswolken.

Zuvor hatten rund 10 000 Demonstranten in der Innenstadt von Athen gegen Polizeigewalt protestiert. Die meist jugendlichen Demonstranten bemalten große Teile der Panepistimiou-Straße im Stadtzentrum mit roter Farbe. Die Farbe sollte das vergossene Blut des jungen Mannes symbolisieren, der am Samstagabend durch eine Polizeikugel ums Leben gekommen war. Zu der Demonstration hatte die kleine griechische Partei Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) aufgerufen.

Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis, dessen Regierung durch die Krawalle unter Druck geraten ist, versprach, die Verantwortlichen für den Tod des Jungen zur Rechenschaft zu ziehen. In Berlin hielten Demonstranten acht Stunden lang das griechische Generalkonsulat besetzt. Das Auswärtige Amt riet Urlaubern, die von den Unruhen betroffenen griechischen Stadtzentren zu meiden.

In fast allen Landesteilen Griechenlands blieben am Montag die Schulen geschlossen. Das Kultusministerium erklärte den Dienstag zum Tag der Trauer. Für die kommenden Tage wurden neue Demonstrationen autonomer Gruppen und linker Parteien angekündigt. Bei den Straßenkämpfen waren seit Samstagabend rund 40 Menschen verletzt worden. Der Sachschaden wurde auf 100 Millionen Euro geschätzt.

Straßenzüge in Athen und im nordgriechischen Thessaloniki boten auch am Montag noch Bilder wie aus einem Bürgerkrieg. Mehr als 500 Angestellte der Stadt versuchten in der Hauptstadt, die Wracks der Autos aus den Straßen zu entfernen. Die Randalierer hinterließen zerstörte Geschäfte, Bankfilialen und Polizeiwachen. Auch Privatwohnungen waren demoliert worden.

Die Besetzung des griechischen Konsulats in Berlin ging nach rund acht Stunden friedlich zu Ende. Mehr als 20 Demonstranten verließen am Abend das Gebäude am Wittenbergplatz, wie die Polizei mitteilte. Die Botschaft hatte auf eine Räumung des Konsulats verzichtet und mit den Besetzern gesprochen. Es gab keine Festnahmen.

Nach den schweren Ausschreitungen autonomer Gruppen vom Wochenende hatten Demonstranten am Montag auch tagsüber öffentliche Gebäude und Einrichtungen in Athen angegriffen. Vor der Polizeidirektion zogen sich zwei Jugendliche bis auf die Unterwäsche aus und legten sich vor den Eingang. "Tötet uns auch", skandierten sie. Schüler blockierten die Straßenbahn von Athen. Andere Jugendliche besetzten eine Station der U-Bahn nahe der Vorstadt Kifissia.

In Piräus warfen Schüler Steine auf eine Polizeistation. Randalierer zerstörten sechs Autos. In der Hafenstadt Thessaloniki warfen Unbekannte mehrere Brandsätze gegen ein Bankgebäude. In Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, blockierten hunderte Jugendliche den Eingang der griechischen Botschaft.

"Wir werden alles tun, damit diese Tragödie sich nicht wiederholt", sagte Regierungschef Karamanlis in einer Fernsehansprache am Montag. Für die Ausschreitungen am Wochenende machte er "extreme Elemente" verantwortlich. "Deren einziges Motiv ist die Gewalt und die Zerstörung", sagte der konservative Regierungschef. "Wir werden das nicht dulden." Er rief die Griechen auf, Ruhe zu bewahren und versprach Entschädigungen für die Inhaber der Geschäfte, die beschädigt oder zerstört wurden.

Der Chef der oppositionellen Partei der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok), Giorgos Papandreou, rief die Bürger des Landes für Dienstagabend dazu auf, Kerzen im Zentrum der Stadt zu entzünden, um an das Opfer der Polizeigewalt zu erinnern, wie es heißt. Zudem forderte er indirekt den Rücktritt der Regierung. "Alle jungen Menschen sagen heute: Es reicht mit dieser Regierung, die ihre Verantwortung nicht übernimmt", sagte Papandreou im Fernsehen.

Der 37 Jahre alte Polizist, der am Samstagabend den tödlichen Schuss auf den Schüler abgegeben haben soll, sagte aus, er habe lediglich drei Warnschüsse abgefeuert. Der Jugendliche sei von einem Querschläger getroffen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Polizisten Totschlag vor. Einer der Anwälte des Beamten trat am Montag zurück. Er lies verlauten, dass er einen "solchen Mandanten" aus Gewissensgründen nicht verteidigen könne. Über den mutmaßlichen Schützen wurde bekannt, dass er wegen seines harten Durchgreifens unter dem Spitznamen "Rambo" bekanntgewesen sei, berichtete der griechische Rundfunk.


Ende dpa-Meldung

Im Griechischen Fernsehen sind immer wieder Augenzeugen zu sehen, die behaupten der Verlauf wäre folgender:

Es kam zu einem verbalen Streit zwischen den Jugendlichen und der Streife. Die Jugendlichen hätten Steine und Flaschen auf das Fahrzeug geworfen woraufhin die Polizei weggefahren wäre. Anschließend hatten die Beamten um die Ecke geparkt und seien zu Fuss zurückgekommen. Der Eine Polizist habe direkt auf den Schüler geschossen. Es wäre kaltblütiger Mord gewesen. Die Polizisten seien anschließend einfach weg gegangen obwohl der Junge noch lebte.

Das Ergebnis der Gerichtsmedizin wird immer wieder verschoben, ursprünglich hätte es montag morgen schon veröffentlicht werden sollen.

Der Stadtteil Exarchia ist zwar auch eine Hochburg der Anarchisten, aber bei weitem nicht nur. Es befinden sich viele junge Leute dort, aller Gesellschaftsgruppen, die in wunderschönen Cafés ihre Zeit vertreiben.

Die Existenz der Anarchisten hat in Griechenland Wurzeln in der Befreiung aus der Diktatur und damit auch eine gewisse Akzeptanz in der Gesellschaft. Der Staat hat meiner Meinung nach versäumt, seine Polizei von Dummköpfen zu bereinigen die einer solchen Aufgabe nicht gewachsen sind und den Rest auf deeskalation zu trainieren. Es gab immer wieder Vorfälle von unverhältnismäßiger Gewalt der Polizei und nun ist das Maß voll. Die Wirtschaftskriese trägt seines noch dazu bei und die 4 wegen Korruption gefeuerten Minister auch. Die Anarchisten und Schüler, eigentlich alle Jugendlichen, haben die Schnauze voll von Korruption und Reichtum Mancher, die den Rest der Gesellschaft ausbeuten. Ich erinnere, Athen ist unter den Top 10 der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten im Vergleich zum Einkommen. Obwohl die meisten jungen Menschen nicht mehr als 600 Euro Nettogehalt bekommen, ist das Leben in Athen nicht billiger als in Deutschland. Jeder 5te griechische Staatsbürger lebt unter der Armutsgrenze !! Unterdessen kaufen sich korrupte Politiker, Bauriesen und Bankenvorstände riesige Ländereien und bauen sich Villen darauf.

Wer diese Hintergründe kennt, kann nachvollziehen warum die Jugendlichen ausser sich sind und die Anarchisten ihrem Zorn freien Lauf lassen. Die Regierung stolpert eh schon umher wegen der Korruption und ihrem brutalen Vorgehen der Polizei, der nun erschossene Junge hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Regierung sitzt in der Zwickmühle: Würde sie mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgehen, würde sie ihre Politik unterstreichen und einen noch größeren Aufstand verursachen. Die Polizei ist für Deeskalation nicht geschult und daher ohnmächtig. Sie MUSS zusehen, wie die Demonstranten ihrer Wut freien Lauf lassen. Sie versuchen immer wieder, die Randalisten in ihrem Viertel zu halten, aber es gelingt nicht. Am Sonntag ist manchen Einheiten das Tränengas ausgegangen und die Randalisten tauchen immer wieder wo anders auf. Sie gehen gezielt auf Banken und Geschäfte von Luxusgütern, Polizeistationen und teure Autos los. Heute (Montag) blieb aber in manchen Straßen nichts mehr heil. Es brannten mehrere Banken, zahllose Autos wurden umgedreht oder angezündet, der 20m hohe Weihnachtsbaum der Stadt (vor Syntagma) brannte ab, Hoteleingänge zerstört, Theater abgebrannt und so ziemlich jedes Geschäft der Hauptstrassen im Zentrum zerstört. Die Innenstadt sieht teilweise wirklich aus wie nach einem Krieg.

Für Mittwoch (10.12.2008) ist ein Streik einiger Bereiche gegen die Gesundheits- und Rentenreform geplant. Die Schulen bleiben vorerst geschlossen. Zum Teil zum Ausdruck der Trauer für Alexandros Grigoropoulos, anschließend auch zur Sicherheit.

 

Hier ein Video von Aljazeera

 

26.08.2007 - Griechenland im Ausnahmezustand: Brandkatastrophen ohne Ende

Athen (dpa) - Bei den schlimmsten Waldbränden in Griechenland seit Menschengedenken haben bislang mindestens 59 Menschen ihr Leben verloren. Mehr als 100 wurden verletzt, 3000 Menschen sollen allein im Westen der Halbinsel Peloponnes obdachlos geworden sein.

Am Sonntag griffen die Flammen auf die antiken Ausgrabungsstätten von Olympia über und richteten immensen Schaden an. Zwar rollte die Feuerwalze nach ersten Berichten am antiken Stadion, am Heiligen Hain und am Museum vorbei, doch die Umgebung der Weltkulturerbe-Stätte wurde zerstört.

Auf tragische Weise kamen am Sonntagabend fünf junge Leute auf der Insel Euböa ums Leben. Sie hatten auf eigene Faust versucht, ihr Dorf vor dem Flammeninferno zu retten. Zwei Menschen erlitten schwere Verbrennungen und schwebten in Lebensgefahr. "Es ist eine nationale Tragödie", sagte der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis. Die Regierung hatte bereits am Samstag den Notstand und eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Alle Fahnen wurden bis Montag auf Halbmast gesetzt.

Der Rauch vom Waldbrand auf Euböa zieht über AthenAm schlimmsten wüteten die Feuer im Westen der Halbinsel Peloponnes, auf der Insel Euböa und in der Region um Korinth. "Olympia brennt! Helft uns! Die Front kommt auf die antike Stätte zu. Wir müssen weg", schrie der Direktor der Museumsanlage, Christos Giannaras, ins Telefon, als stürmischer Wind das Flammenmeer am Sonntagnachmittag unaufhörlich in Richtung Olympia trieb und die ersten Häuser sowie Pinienbäume in Brand setzte. Nach Medienberichten rollte die Feuerwalze jedoch an den Anlagen des Heiligen Hains, des antiken Stadions und des Museums vorbei. "Ich glaube, das Museum hat kein Feuer gefangen", sagte der Generalsekretär des Kulturministeriums, Christos Zachopoulos. Die Schäden seien dennoch immens. "Die einmalige Umgebung von Olympia, der Wiege der Olympischen Spiele, gibt es nicht mehr", erklärte der Präfekt der Region.

Lokalpolitiker warfen der Regierung in Athen vor, dass sie nicht in der Lage sei, das Weltkulturerbe zu schützen. Das automatische Löschsystem der Anlage hatte ersten Berichten zufolge wegen niedrigen Wasserdrucks nicht richtig funktioniert. Hubschrauber versuchten immer wieder, durch das Abwerfen von Meerwasser die Flammen einzudämmen. Dutzende Feuerwehrleute und freiwillige Helfer kämpften am Abend noch gegen die Feuersbrunst. Die Gefahr sei noch lange nicht gebannt, warnte ein Sprecher der Feuerwehr.

Feuer in Athens Stadtteil PapagouAuch in Mittelgriechenland flammten am Sonntag immer wieder Brände auf. Die wichtigste Eisenbahnverbindung des Landes von Athen in die Hafenstadt Thessaloniki im Norden musste am Nachmittag wegen eines Waldbrandes bei Lamia geschlossen werden.

Unterdessen kündigte die Regierung in Athen Hilfsmaßnahmen für Betroffene an. Danach soll jeder Obdachlose 3000 Euro Soforthilfe erhalten. Jede Familie, die ihren Haushalt verloren hat, bekomme 10 000 Euro, teilte der griechische Finanzminister Giorgos Alogoskoufis mit und rief zu Spenden auf. Kinder und Ehepartner von Todesopfern bekommen den Status eines Verwandten von im Kriegsdienst Gefallenen zuerkannt. Jeweils ein Mitglied der Familie soll die volle Rente des Gestorbenen erhalten.

Viele Todesopfer sind nach Auskunft von Ärzten bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. "Verwandte haben Schwierigkeiten, die Opfer zu identifizieren", sagte der Direktor des Krankenhauses in Tripolis, Giannis Koumboúros, am Sonntag. "Wir haben hier acht Leichen. Keine konnte erkannt werden. Wir brauchen DNA-Tests zur Identifizierung".

Nach drei Tagen im Dauereinsatz brachte die Wettervorhersage den erschöpften Feuerwehrleuten wenig Hoffnung. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, werden die Temperaturen in Griechenland auch in den nächsten Tagen kaum unter 30 Grad sinken. Eine wochenlange Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad hatte das Land austrocknen lassen, seit Monaten hat es nicht mehr geregnet. Nach inoffiziellen Schätzungen verbrannten allein in den vergangenen drei Tagen 70 000 Hektar Land.

Im Kampf gegen das Flammeninferno kamen den Feuerwehrleuten am Sonntag auch Löschhubschrauber und -flugzeuge sowie Feuerwehrleute aus anderen europäischen Ländern zu Hilfe. Die Bundeswehr entsendet drei Transporthubschrauber CH-53 mit großen Löschwasserbehältern aus Bayern nach Griechenland.

Viele griechische Politiker machten Bodenspekulanten verantwortlich für die Katastrophe. Ministerpräsident Karamanlis sagte: "Es kann kein Zufall sein, dass wir so viele Waldbrände innerhalb kürzester Zeit haben." Seine Regierung setzte Belohnungen zwischen 100 000 und einer Million Euro für Hinweise aus, die zur Festnahme von Brandstiftern führen. Die Polizei verhörte am Samstag sieben mutmaßliche Brandstifter. Drei davon wurden am Sonntag festgenommen. In allen drei Fällen soll es sich um fahrlässige, nicht um vorsätzliche Brandstiftung handeln.

 

28.06.2007 - Waldbrand in Athen

Waldbrand ParnithaWie jedes Jahr brennen auch diesen Sommer wieder in verschiedenen Regionen Griechenlands die Wälder.

Mehr als hundert Brände mussten innerhalb weniger Stunden im gesamten Land registriert werden.

Zwei Tote forderte ein Brand in der Präfektur Larissa Dabei handelt es sich um zwei Männer, die zusammen mit einer weiteren Person zwischen den Dörfern Anatoli und Dimitra unterwegs waren.

Auf der Insel Poros verbrannten mehrere Häuser; Hotels und Wohnhäuser wurden evakuiert. Mehrere Brände sollen auf Brandstiftung zurückzuführen sein, andere wiederum auf Schäden an Strommasten und -leitungen.

Der Zivilschutz hat für einen Großteil des Festlands, für Teile der ionischen Inseln sowie für Chania auf Kreta vor erhöhter Brandgefahr gewarnt. Es wird gebeten, bei Sichtung von Bränden die Feuerwehr unter der Rufnummer 199 zu informieren.

Aus Frankreich und Italien werden in Kürze insgesamt vier Hubschrauber erwartet, die die griechische Flotte zur Brandbekämpfung verstärken sollen.

Heute ist es auch in Athen wieder zu einem großen Waldbrand am Berg von Parnitha gekommen dessen Ende und Schaden noch nicht abzusehen ist. Die Rauchwolke zieht sich über große Teile der Stadt hinweg und das Feuer ist noch lange nicht unter Kontrolle. Das Foto wurde aus ca. 20 km Entfernung (Luftlinie) gemacht.

 

18.05.2007 - Schiffsunglück: Griechenland klagt gegen Schiffbesitzer

Griechenland / Athen. Klage gegen den Besitzer des im April vor Santorini gesunkenen Kreuzfahrtschiffes „Sea Diamond" will Griechenland einreichen. Das teilte die Griechische Regierung mit. Laut Handelsmarineminister Michalis Kefaloyiannis fordert Griechenland bis zu eine Milliarde Euro Schadenersatz von der Reederei Luis Hellenic Cruises, der das Schiff gehörte. Das Geld soll, so der Minister, in einen speziell gegründeten Fond zum Schutze der Meere vor Wasserverschmutzung fließen.
Derzeit überprüft das griechische Wirtschaftministerium noch, welchen Schaden der Untergang der Sea Diamond verursacht hat. Die Ergebnisse sollen in einem Bericht am 10. Juli bekannt gegeben werden.
Mit Klage gegen Kefaloyiannis und Luis Hellenic Cruises drohen hingegen Vertreter der Gemeinde von Santorini. Grund sind u.a. die sich immer noch im Wrack des Schiffes befindlichen 400 Tonnen Dieselkraftstoff, die eine potenzielle Umweltbedrohung darstellen. Santorinis Behörden fordern Luis Hellenic Cruises auf, konkrete Angaben darüber zu machen, wie sie den restlichen Treibstoff aus dem Schiff entfernen wollen und welche anderen umweltschädlichen Stoffe noch im Schiff verborgen sein könnten. Außerdem verlangt man Klarheit darüber, ob bei der Beseitigung des zutage getretenen Öles auch chemische Substanzen zum Einsatz gekommen sind.

 

19.01.2007 - Veränderungen des Asylrechtes der Universitäten im Gespräch

Die geplante Gesetzesänderung im Bereich der Bildung will die Regierung so schnell wie möglich dem Parlament unterbreiten. Darin enthalten sind auch Änderungen für den Passus über das so genannte „Universitätsasyl". Grund sind die Ausschreitungen der letzten Tage. Dutzende Autonome hatten sich sowohl in der Wirtschaftshochschule als auch im Polytechnikum verschanzt und von dort Polizeieinheiten mit Molotowcocktails und anderen Gegenständen attackiert.

Die Polizei hat in Griechenland nur unter bestimmten Umständen die Erlaubnis, Universitätsgelände zu betreten. Regierungssprecher Thodoros Roussopoulos erklärte nun, dass deshalb „Änderungsbedarf" bestehe. Das Asylrecht dürfe nicht „für kriminelle Handlungen einiger weniger" missbraucht werden. Er fügte hinzu: „Das Asyl steht für die Freiheit der Gedanken und nicht für die Produktion von Molotowcocktails".

18.01.2007 - Gewaltsame Auseinandersetzungen überschatten Protestkundgebungen

Ausschreitungen gab es während der gestrigen Protestkundgebungen gegen die Änderung von Artikel 16 der griechischen Verfassung. An verschiedenen Punkten im Athener Zentrum kam es zu Straßenkämpfen zwischen der Polizei und vermummten Jugendlichen. In der Akadimias-Straße warfen letztere auf der Höhe des Kulturzentrums der Stadt Athen Molotowcocktails gegen eine Einheit der Sonderpolizei MAT.

In der Filellinonstraße beim Syntagmaplatz wurden ebenfalls Molotowcocktails geworfen. Vier Fahrzeuge, darunter eins der bosnischen Botschaft, sowie ein Nachtklub gingen in Flammen auf. Die Feuerwehr griff mit sechs Fahrzeugen und 30 Mann ein. Kurze Zeit später kam es vor dem Parlament zu heftigen Handgreiflichkeiten zwischen MAT-Einheiten und jugendlichen Protestanten.
Am Polytechnion an der Patissionstraße kam es schließlich zum Höhepunkt der Scharmützel zwischen den Vermummten und der Polizei. Etwa 200 Jugendliche griffen MAT-Polizisten mit Molotowcocktails und anderen Gegenständen an und verschanzten sich sodann in der Hochschule. Von dort aus warfen sie weitere Brandsätze. Die Polizei reagierte mit Tränengas. Drei Polizisten erlitten leichte Verbrennungen.
In den frühen Morgenstunden warfen Unbekannte Brandbomben auf eine Filiale der Piraeus Bank und auf das Hauptquartier der Wettbewerbskommission.

Zu Brandanschlägen kam es nicht nur in Athen, sondern auch in Thessaloniki. Jugendliche warfen am Rande des dortigen Protestmarsches am Mittwoch Molotowcocktails auf Filialen der Emporiki und der Nationalbank. Außerdem wurden die Kabelverteilerkästen von Überwachungskameras in Brand gesteckt.

12.01.2007 - Anschlag auf US-Botschaft im Morgengrauen

Ein Angriff auf die US-Botschaft in Athen hat heute um 5.58 Uhr mit einer raketengetriebenen Granate stattgefunden. Es gab keine Verletzte und nur geringen Sachschaden. Die Granate, die Medieninformation zufolge aus der ehemaligen Sowjetunion stammen soll, durchbrach ein Fenster an der Vorderseite des Botschaftsgebäudes und landete in einer Toilette des dritten Stockwerks. Diese befindet sich neben dem Büro des amerikanischen Botschafters, Charles Ries. Der Botschafter betonte, dass es sich um einen „sehr ernsten Angriff" handle. Die Zusammenarbeit mit den griechischen Behörden sei sehr gut und die Beziehungen der beiden Länder würden durch den Vorfall nicht beeinträchtigt. Die Vassilissis-Sofias-Straße vor der Botschaft wurde bis etwa 9.00 Uhr morgens für den Verkehr geschlossen. Sowohl der Minister für Öffentliche Ordnung, Vyron Polydoras, sowie Außenministerin Dora Bakojanni, verurteilten den Angriff scharf. Polydoras sprach von einem „Gewaltakt", dessen Ziel die Schädigung der bilateralen Beziehungen sei. Bakojanni betonte, dass derartige Vorfälle Griechenland in der Vergangenheit sehr geschadet hätten, „sowohl sozial und wirtschaftlich als auch politisch". Die griechische Regierung sei entschlossen, alles zu unternehmen, um derartige Vorfälle zu unterbinden, so Bakojanni. Gerüchten zufolge soll die Terrorgruppe „Revolutionärer Kampf" die Verantwortung für den Anschlag übernommen haben.

10.01.2007 - Debatte über private Universitäten beginnt unter Protesten von Professoren und Studenten

Protestaktionen der Pädagogen und Studenten finden heute in ganz Griechenland statt. Ganztägig streiken außerdem die Sekundar- und Hochschullehrer. Grund ist die heute beginnende Parlamentsdebatte über die Änderung des Artikels 16 der griechischen Verfassung. Die Regierung will damit die Möglichkeit der Gründung von nichtstaatlichen Universitäten verfassungsrechtlich verankern. Um dieses Thema zu erörtern traf sich Staatspräsident Karolos Papoulias mit Bildungsministerin Marietta Giannakou.
Papoulias erklärte im Anschluss: „Die Bildung ist eine nationale Angelegenheit und benötigt eine möglichst breite Zustimmung. Kleine europäische Länder, die in die Bildung investiert haben, erzielten sehr gute Ergebnisse sowohl für ihren sozialen, als auch ihren wirtschaftlichen Fortschritt sowie die Zukunft ihrer Kinder."

21.11.2006 - Premierminister Karamanlis erläutert sein Reformprogramm in London

Bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Toni Blair hat Premier Kostas Karamanlis heute Nachmittag in London sein Reformprogramm erläutert. Bereits gestern hatte er das Reformprogramm seiner Regierung in einer Rede an der London School of Economics vorgestellt. Es bestehe die Notwendigkeit, die Bürger über die Vorteile dieser Reformen zu informieren. Karamanlis betonte auch die geopolitische Rolle Griechenlands und wies auf die starke griechische Präsenz in Südosteuropa hin. Grenzüberschreitende Projekte würden die internationale Position des Landes stärken. In seiner Rede machte der Ministerpräsident auf die Öffnung der Märkte der Stromerzeugung und des Erdgases aufmerksam, und er betonte das Privatisierungsprogramm seiner Regierung. Die Senkung der Unternehmenssteuer von 35 % auf 25 % bis zum Jahre 2007 sowie ein neues Investitionsgesetz biete neue Investitionsanreize, so Karamanlis.

20.11.2006 - Siemens Schmiergeldaffäre weitet sich auf Griechenland aus

München. In der Siemens-Finanzaffäre ist der Konzern bereits vor über einem Jahr über mögliche Unregelmäßigkeiten informiert worden. "Wir wissen seit dem vergangenen Jahr, dass es ein strafrechtliches Verfahren in der Schweiz gibt", sagte ein Siemens-Sprecher gestern in München. Der Konzern habe daraufhin eine interne Untersuchung eingeleitet, die noch nicht abgeschlossen sei. Man habe keinen Anlass gesehen, Münchner Behörden einzuschalten, da es ja das ordentliche Verfahren in der Schweiz gegeben habe. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" vermuten die Münchner Ermittlungsbehörden sogar, dass es weltweit um Bestechungsgelder in dreistelliger Millionenhöhe gehen könnte. So hätten Ermittler auf dem Konto eines Siemens-Managers in Griechenland 40 Mio. Euro gefunden. Kollegen in Österreich hätten zuvor bereits 60 Mio. Euro eingefroren. dpa

19.11.2006 - Parkgebühren in Athen

Im Stadtzentrum von Athen werden ab sofort Parkgebühren fällig. Des weiteren stehen in bestimmten Straßen die Parkplätze nur noch für Anwohner zur Verfügung. Weitere Details sowie einen Stadtplan mit ausgewiesenen Parkzonen habe ich unter Parkgebühren in Athen zur Verfügung gestellt.

17.11.2006 - 33. Jahrestag des Studentenaufstandes gegen das damalige Regime

In Athen war es gegen Ende des traditionellen Protestmarsches zur US-Botschaft zu polizeilichen Übergriffen gekommen. Zwei Tränengasgranaten waren auf einen am Boden liegenden jungen Mann geschossen worden. Letzterer war vorher von vermummten Protestanten mit Stöcken am Kopf verletzt worden. Im Großen und Ganzen verlief die Demonstration, die sich mittlerweile zur "allgemeinen Antikriegsdemonstration" entwickelt hat, friedlich.

In Thessaloniki wurde ein am Boden liegender Student von Polizisten in Zivil schwer verprügelt. Die uniformierten Kollegen haben laut Fernsehaufzeichnungen zugeschaut und den jungen Mann anschließend festgenommen. In der Begründung heißt es, der Student soll an den Ausschreitungen teilgenommen haben. In einem Polizeibericht wurde mitgeteilt, dass er sich die Verletzungen zugezogen habe, nachdem er während der Flucht vor der Polizei über ein geparktes Mofa und einen Blumenkasten „gestolpert" sei. Der Vorsitzende des Vereins des Wissenschaftlichen Personals der Aristotelis-Universität von Thessaloniki, Jannis Mylopoulos, hat Anklage gegen die Polizei erhoben. Wie Mylopoulos betont, hätten Professoren die Beamten aufgefordert, nicht mehr auf den Studenten einzuprügeln. Sie wären jedoch von den Beamten beschimpft und bedroht worden. Den Zeugenaussagen zufolge habe der aus Zypern stammende Student nichts mit den Ausschreitungen zu tun gehabt. Das Ministerium für Öffentliche Ordnung gab später bekannt, dass nachgeprüft werde, ob die Männer in Zivil Beamten gewesen seien oder nicht. „Falls die Schuldigen Polizeibeamte sind, werden Strafen auferlegt", so eine Pressemitteilung des Ministeriums am 20. 11. 2006

30.10.2006
UN-Internetforum in Athen eröffnet

In Athen findet das erste Internetforum unter UN-Schirmherrschaft statt.

Athen (dpa) - Das erste Internetforum unter UN-Schirmherrschaft hat am Montag in Athen begonnen. Mehr als 1000 Delegierte aus fast allen Staaten der Welt nehmen teil. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Sicherheit, die Transparenz und die Zugänglichkeit des Internets.

"Das Internet muss die Demokratie, die Sicherheit und die Stabilität stärken. Das ist eine Herausforderung für uns alle", sagte der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis bei seiner Eröffnungsrede.

Die zentrale Frage der sechstägigen Beratungen lautet nach Angaben der Organisatoren: "Wer wird künftig das Internet verwalten?" Europäische Staaten, China und Indien forderten, dass das World Wide Web nicht mehr fast ausschließlich in amerikanischen Händen bleibt, hieß es.

22. Juni 2006
Studenten protestieren weiter, weitere Ausschreitungen,
Solidarität von Staatsbediensteten führt zu Verkehrschaos


Athen - Die Proteste gegen die Hochschulreformen in Griechenland dauern bereits seit Anfang Mai an und erreichten am Donnerstag einen neuen Höhepunkt mit Ausschreitungen in der Hauptstadt Athen und der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki. Sie führten jetzt auch zu einem Verkehrschaos im ganzen Land, denn die Staatsbediensteten traten aus Solidarität mit den Studenten in den Streik, wie der staatliche Fernsehsender NET berichtete. Somit waren am Donnerstag ca 150.000 Studenten, Dozenten und Staatsbedienstete am bisher größten Streik beteiligt. Rund 50 Flüge mussten deshalb gestrichen werden, auch die U-Bahnen in Athen standen mangels Fahrer drei Stunden still.

Gegen Abend liefern sich rund 150 Autonome heftige Schlachten mit der PolizeiMit Parolen wie "Haltet die Unternehmen aus den Universitäten raus" und "Öffentliche und kostenlose Bildung für alle" zogen in Thessaloniki und Athen rund 15.000 Studenten auf die Straße. Die Demos verliefen zunächst friedlich, bis sich am frühen Abend knapp 150 Autonome in Athen eine Schlacht mit der Polizei lieferten.

Sie warfen Molotow-Cocktails und Steine, die Beamten antworteten mit dem Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken. Neun Menschen wurden festgenommen. Ein Journalist musste nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mit Schnittwunden ins Krankenhaus eingeliefert werden, da er von einer Orange getroffen wurde, die mit Rasierklingen gespickt war.

Die Proteste richten sich vor allem gegen Pläne der konservativen Regierung, private Universitäten zuzulassen und die Studiendauer zu begrenzen. Die Studenten fordern, dass der Staat die Zuschüsse für die Bildung von heute rund 3,5 Prozent auf fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erhöht. Sie halten daher seit Wochen fast alle griechischen Hochschulen besetzt.

agö/dpa/AP/reuters

Weitere Details über den Grund der Proteste habe ich hier hinterlegt.

Nachtrag:

Die Besetzung der Uni wurde auf Grund der Sommerferien logischerweise beendet. Gegen Ende der Sommerferien wird das Gremium entscheiden, ob der Streik vortgesetzt wird.

08. Juni 2006
Proteste der Studenten eskalieren weiter

Am Donnerstag haben sich die Demonstrationen in der Innenstadt weiter zugespitzt. Dabei kam es erneut zu massiven Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten welche mit Schlagstöcken und Molotov Cocktails Polizisten angriffen und Geschäfte zerstörten. Die Polizei antwortete mit Tränengas. Seit mittlerweile über 4 Wochen sind über 180 Universitäten bzw. Fachbereiche von Studenten belagert. Es wird spekuliert, dass die Universitäten weitere 2 Monate geschlossen bleiben. Weitere Details über den Grund der Proteste habe ich hier hinterlegt.

06. Juni 2006
Häftlinge fliehen mit Helikopter

In Griechenland ist am Wochenende zwei Häftlingen ein spektakulärer Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis in der Hafenstadt Piräus gelungen: Sie wurden mit einem Hubschrauber ausgeflogen, der genau zum Zeitpunkt des Nachmittagsspaziergangs der Häftlinge auf dem Gefängnishof landete. Trotz einer Großfahndung der Polizei fehlte auch gestern von den Verbrechern jede Spur. Wegen "mangelnder Professionalität" suspendierte der griechische Justizminister, Anastassios Papaligouras, den Direktor des Gefängnisses sowie sechs Wärter vom Dienst. An dem Ausbruch war einer der gefährlichsten griechischen Verbrecher, Nikos Palaiokostas, beteiligt. Er holte seinen Bruder Vassilios und einen Albaner aus dem Gefängnis. Die beiden waren wegen Raubüberfällen und Morden inhaftiert. Bei der Befreiungsaktion, zu der der Helikopter-Pilot gezwungen worden war, wurde niemand verletzt. Der Helikopter flog anschließend zu einem Friedhof in Athen. Dort wurde der Pilot freigelassen. Die am Ausbruch Beteiligten flüchteten auf Motorrädern. dpa

01. Juni 2006
Studenten wollten Ministerium in Athen stürmen

Bei Studentenprotesten in Griechenland ist es am Donnerstag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Die Polizei hinderte rund 3000 Studenten mit Tränengas und Schlagstöcken daran, Absperrungen vor dem Kulturministerium in Athen zu durchbrechen. Die Studenten bewarfen die Sicherheitskräfte dabei mit Eiern und Müll. Im Zentrum Athens schleuderten so genannte Autonome Brandflaschen auf Polizisten und schlugen Schaufensterscheiben ein.

Studenten demonstrieren gegen Privatunis
Studentendemonstrationen wurden auch aus allen anderen Universitätsstädten Griechenlands gemeldet. Die Proteste richten sich gegen den Plan der konservativen Regierung in Athen, private Universitäten zuzulassen. Sie fürchten, dass sich dadurch die Qualität der Ausbildung an den staatlichen Universitäten weiter verschlechtere. Die Regierung in Athen will durch die Zulassung von Privatuniversitäten "den Strom griechischer Studenten ins Ausland" stoppen. Derzeit studieren Schätzungen zufolge 30.000 Griechen im Ausland.

01. Juni 2006
Forscher sind antikem "Computer" auf der Spur

Der Mechanismus von Antikythera wird entschlüsselt.

Athen (dpa) - Als griechische Schwammtaucher vor mehr als 100 Jahren in rund 60 Meter Tiefe vor der kleinen Südägäisinsel Antikythera ein Wrack fanden, konnten sie nicht ahnen, was für eine Entdeckung sie gemacht hatten.

Unter den auf dem Meeresboden verstreuten Gegenständen befand sich auch ein völlig korrodierter Bronze-Klumpen, mit dem sie zunächst nichts anfangen konnten.

Forscher der Universitäten von Cardiff (Wales) und der griechischen Hafenstadt Thessaloniki glauben jetzt, mit Hilfe hoch entwickelter Techniken wie der Computer-Tomographie das Geheimnis lüften zu können, berichtete die griechische Presse.

Das unbekannte "Ding", das nach Beschreibungen von Archäologen einer Art "Computer" der Antike ähnele, kam damals ins archäologische Museum von Athen und wurde gereinigt und unter die Lupe genommen. Was sie freilegten, gilt bis heute als eine der faszinierendsten Entdeckungen der Archäologie: ein uhrwerkartiger Mechanismus, den Geräten ähnlich, die Seefahrer erst Jahrhunderte später nutzten. Da die Forscher aber bisher nicht wirklich mit dem Gerät umgehen konnten, ist sein Zweck noch nicht völlig entschlüsselt. Unter Archäologen ist es unter dem wenig aussagekräftigen Namen "Mechanismus von Antikythera" bekannt.

Schon die Entdeckung löste Erstaunen und Ratlosigkeit unter Wissenschaftlern aus und regte die Fantasie der damaligen Boulevardpresse an. "Stammt der Antikythera Mechanismus aus einer anderen Welt?", fragte ein Kommentator der Zeitung "Akropolis" im Jahre 1902.

Die Wissenschaftler erkannten schon bald, dass es sich bei dem Fund um ein astronomisches Gerät handelte. In Schriften der Antike war dieses Instrument, wenn auch ohne Details, beschrieben worden. Der Mechanismus wurde nach bislang vorliegenden Erkenntnissen als Zeitrechner und Orientierungsgerät für Seefahrer genutzt.

Die heutigen Forscher fanden nun heraus, dass auf den Zahnrädern des Gerätes eine Art Gebrauchsanweisung eingeritzt ist. "Es ist sicher, dass nach unseren Erkenntnissen, die in den nächsten Monaten veröffentlicht werden sollen, große Teile der Geschichte der Mathematik und der Astronomie umgeschrieben werden müssen", sagte das griechische Mitglied der Forschergruppe, Xenophon Moussas. Vom Gerät fehlen aber noch einige Teile, wie ein Hebel, mit dem seine Zahnräder bewegt werden konnten.

Anders als bei früheren Forschungen können die Wissenschaftler mit den Computer-Analysen jetzt immer mehr Teile der Gebrauchsanweisungen entziffern. "Wir können jetzt lesen: Wenn Du den Hebel von A bis B drehst, dann hast Du das Ergebnis", sagte ein Mitglied der Forschungsgruppe im griechischen Radio. Was die Forscher jetzt suchen, sind die Fragen, über die sie die bereits bekannten Antworten endlich verstehen können: "Was wir jetzt gerade zu lesen versuchen, ist zu welchem Ergebnis die Hebelbewegung führen soll. Wir suchen die Frage und nicht die Antwort auf die Frage, die uns ja bekannt ist", sagte der Forscher Ioannis Tselikas. Die Gebrauchsanweisungen seien auf Bronzeblättern zu lesen, die zwischen den Zahnrädern des Mechanismus entdeckt wurden, hieß es.

Der Mechanismus stamme nach Angaben der Forscher aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert und sei nach ersten Vermutungen auf der Insel Rhodos vom Astronomen Poseidonius konstruiert worden. Einen detaillierten Bericht ihrer Erkenntnisse wollen die Experten im Herbst 2006 vorlegen. Die Entwicklungen ihrer Arbeit veröffentlichen sie dann auch im Internet.

Nachtrag zu Schnee in Athen 26.1.2006 9:00h

Heute ist es sonnig und der Schnee wird wohl schnell wieder tauen. Über Nacht ist alles gefrohren und ein wunderschöner Anblick. Natürlich nur, wenn man nicht aus dem Haus muss, den viele Straßen sind weiterhin vereist wie auf dem Bild zu sehen. Allerdings ist dieses Bild von einem Vorort, etwas höher gelegen.

 

Nachtrag zu Schnee in Athen 25.1.2006 18:00h

Mittlerweile ist die Temperatur am Gefrierpunkt angekommen und es schneit weiterhin heftigst. Athen ist mittlerweile weis und somit kehrt ungewohnte Ruhe in die Stadt.

Schnee in Athen!!!

In der Nacht vom 23. Januar auf den 24. Januar ist die aus Russland kommende, kalte Luft auch in Athen angekommen und es schneit leicht. Die Temperaturen liegen jedoch knapp über dem Gefrierpunkt, sodaß der Boden nicht gefroren ist und der Schnee weitestgehend nicht liegen bleibt. Nur in der umliegenden Peripherie und den höher gelegenen Gegenden Athens bleibt der Schnee liegen. Für Athen ist dies ein großes Ereignis, da man kaum auf Schnee eingestellt ist. Bleibt der Schnee liegen, bricht der komplette Verkehr zusammen da es an Streu- und Räumfahrzeugen mangelt. Mit dem Ausfall der Busse und Taxis ist die Metro zu Stoßzeiten hoffnungslos überlastet und der Tag wird zu einem inoffizellen Feiertag. So wurden auch gestern (24.1.2006) nachmittags Schulen und andere öffentliche Einrichtungen vorzeitig geschlossen und bleiben vorerst zu. Was in Deutschland ein unvorstellbares Szenario wäre, ist für den Griechen jedoch keinerlei Problem. Dank mediterraner Mentalität werden sämtliche Aktivitäten einfach auf morgen (Griechisch=avrio, was allerdings nicht immer exakt den folgenden Tag definiert) verschoben. Mittlerweile gibt es wenige Streufahrzeuge welche Autobahnen und Hauptstraßen frei halten, aber kräftigen Schneefällen sind auch diese nicht gewachsen. Manch einer läßt es sich jedoch nicht nehmen, auch an solchen Tagen das alte, antike Olympische Stadion namens Kalimarmaro zu besichtigen.

alte Olympische Stadion Kalimarmaro

02.02.2006

Mobiltelefone der griechischen Vodafone abgehört - Lauschangriff auf Griechische Regierung

Erst jetzt wurde aus Ermittlungsgründen bekannt gegeben, dass die Griechische Regierung, arabische Geschäftsleute und griechische Bürger die im Verdacht stehen, Kontakte zu nationalen Terrorgruppen zu haben, abgehört wurden. Es handelt sich um Mobiltelefone vom ranghöchsten Ministerpräsidenten Karamanlis, über Verteidigungsminister und Generäle bis hin zu und Polizisten sowie griechische Bürger. Anfang des Lauschangriffes war kurz vor den Olympischen Spielen 2004 bis März 2005. Bekannt wurde die Angelegenheit durch Kunden, die SMS Mitteilungen nicht erhielten und dies reklamierten. Vodafone leitete Routineuntersuchungen ein, welche auf die Abhörsysteme stieß. Das mysteriöse ist, Vodafone schaltete zuerst die Abhörsysteme ab und meldete den Fall anschließend an die entsprechenden Behörden. Auf diese Weise verwischten sie die Spuren der Täter. Griechische Zeitungen vermuten hinter dem Lauschangriff Spionage der amerikanischen Sicherheitsbehörden, da die Amerikanische Botschaft im Zentrum des in Frage kommenden Bereichs liegt, wo man die Abhörzentrale vermutet.

Des weiteren wird vermutet, dass ein 39 jähriger Techniker von Vodafone in die Angelegenheit verwickelt war, da er sich kurz nach Bekanntwerden im März 2005 das Leben nahm.

 

 

  

 


Weitere interessante Webseiten:
Villen und Luxuriöse Ferienhäuser in Griechenland | Preiswerte Ferienhäuser & Apartments in Griechenland | Tauchen in Griechenland | Reiseführer Ost-Afrika